Projekte

Hier finden Sie Projekte, welche Pro Natura Thurgau durchführt.

Einzelne Arten wie den Biber fördern wir mit zielgerichteten Projekten. Andere Projekte ermöglichen den Erhalt und die Förderung von Lebensräumen und Landschaften im Kanton. So werden beispielsweise jedes Jahr während der Hochstammaktion Obstbäume stark verbilligt an Landwirte abgegeben. Durch dieses Projekt wird der Fortbestand der typischen Thurgauer Kulturlandschaft mit ihren ökologisch wertvollen Hochstamm-Obstbäumen gesichert. Dies kommt einer Vielzahl von Tieren zu Gute.

Erfahren Sie mehr über unsere Projekte...

Suche

Suche
Einträge 1-9 von 15 werden angezeigt
Igel

Igel gesucht im Kan­ton Thurgau

Hermelin

Wiesel im Thur­gau — Mauswiesel und Her­melin auf der Spur

Hochstamm-Jungbäume Kathrin Wittgen
08.09.2020

Medienmitteilung zur Hochstammaktion 2020

Die Hochstammaktion von Pro Natura Thurgau fördert den Erhalt des Thurgauer Landschaftsbildes

Kein anderes Merkmal prägt die Thurgauer Landschaft mehr als die markanten Hochstammobstbäume. Da diese mächtigen Bäume auch ein wichtiger Lebensraum für verschiedenste Tierarten sind, fördert Pro Natura Thurgau schon seit über 30 Jahren den Erhalt sortenreicher Hochstammobstgärten im Rahmen der auch dieses Jahr stattfindenden Hochstammaktion.

Obschon die Schweiz über 1000 unterschiedlichen Apfelsorten beheimatet, machen nur wenige globale Sorten (Gala, Golden, Braeburn und Jonagold) mehr als die Hälfte des Konsums aus. Dies führt dazu, dass regionale Sorten seltener Angebaut werden und so in Vergessenheit geraten können. Um dem entgegenzuwirken gibt Pro Natura Thurgau bei ihrer Hochstammaktion Jungbäume von verschiedensten Thurgauer Sorten vergünstigt ab. Angebotene Apfelbäume: Bohnapfel, Boskoop rot, Gravensteiner, Schneiderapfel, Wilerrot und viele mehr. Dabei werden neben 19 Apfelsorten auch unterschiedliche Birnensorten wie die Wasser- oder die Knollbirne sowie die Fellenberg-Zwetschge angeboten.

Ein strukturreicher, extensiv bewirtschafteter Obstgarten mit unterschiedlichen Hochstammobstsorten bietet Schutz und Nahrung für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Neben seltenen Vögeln nisten Fledermäuse in Baumhöhlen alter Bäume. Von den Blüten, Blättern und Totholzteilen profitiert eine Fülle von Insekten wie Käfer, Tag- und Nachtfalter oder Bienen. Ein langfristig gesunder Obstgarten mit einer hohen Biodiversität beherbergt nebst Bäumen im Ertragsalter auch absterbende Bäume mit ökologisch wertvollem Totholz und Jungbäume.

Bei den Thurgauer Bauern, die ihre prachtvollen Obstgärten pflegen und nachhaltig erneuern und mit ihren Hochstammbäumen ein Wahrzeichen unserer Kulturlandschaft aufrecht erhalten möchte sich Pro Natura Thurgau herzlich bedanken.

Nun ist es wieder soweit und der Zeitpunkt mit Jungbäumen den Obstgarten zu erweitern oder entstandene Lücken zu schliessen und dadurch einer Überalterung des Baumbestandes entgegenzuwirken steht vor der Tür. Bis zum 10. Oktober können Hochstammobstbäume entweder direkt im Online-Shop unter diesem Link oder telefonisch über die Geschäftsstelle (Tel.: 071 422 48 23) bestellt und am 12. November in Bürglen (Kiesgrube an der Nordstrasse) zwischen 9:00-12:00 Uhr oder 13:00-15:00 Uhr abgeholt werden.

-----------------------------------

Fotos zur freien Verwendung unter Namensnennung des Fotografen © Manfred Hertzog

 

Weiterführende Informationen

Hochstammapfelbaum...

Prächtiger Hochstammobstbaum im Herbst
© Manfred Hertzog

...und seine Früchte

Bunte Äpfel im Herbst
© Manfred Hertzog
Quelle als Lebensraum

Quel­lenat­las

Blick von oben auf den offengelegten Mülibach

Lan­grick­en­bach: Der Mülibach kommt zurück ans Tageslicht

Wildkatze mit Mäusebeute Fabrice Canez
10.01.2020 Wald

Die Wildkatze ist das Tier des Jahres 2020

Seit 1998 kürt Pro Natura jährlich ein «Tier des Jahres» und beleuchtet Fakten, Wunder und Geheimnisse im Leben eines einheimischen Wildtieres. So wollen wir die Liebe zur Natur fördern und das Verständnis für den Naturschutz stärken.

Im Jahr 2020 hat Pro Natura die Europäische Wildkatze (Felis silvestris) zur Botschafterin für wilde Wälder und vielfältige Kulturlandschaften erkoren. Einst war die elegante Jägerin der Ausrottung nahe. Heute breitet sich die Wildkatze wieder aus. Ganz gerettet ist die Art aber noch nicht.

Der lateinische Name der Wildkatze bedeutet «Waldkatze». Wilde Wälder mit vielfältigen Strukturen sind der ursprüngliche Lebensraum der Wildkatze. Hier jagt sie Mäuse und andere Kleintiere, verschläft manche Stunde im sicheren Versteck und bringt in einem trockenen Unterschlupf ihre Jungen zur Welt. 

Leider sind heute nur noch wenige solcher  Lebensräume vorhanden. Pro Natura setzt sich schweizweit für die Erhaltung natürlicher Lebensräume ein. Viele unserer Naturschutzgebiete im Jura können auch Wildkatzen als Teillebensraum dienen. In Waldreservaten finden sie ruhige Rückzugsorte, auf artenreichen Wiesen und Weiden am Waldrand können Wildkatzen Mäuse erbeuten.

Erfahren Sie viele weitere interessante Fakten zum Tier des Jahres 2020!

Grünfrosch an Teichoberfläche mit Wasserpflanzen dominictinner
29.05.2019 Gewässer

Erfolgreicher Abschluss Interreg Projekt Kleingewässer

Kleingewässer für die Bodenseeregion - Netzwerk für Artenvielfalt und Umweltbildung

Einst entstanden Kleingewässer am Bodensee durch dynamische Prozesse immer wieder neu. In heutigen Kulturlandschaften fehlt diese Dynamik, so dass verlandende Kleingewässer durch regelmässige Pflege erhalten oder durch Neuanlage ersetzt werden müssen. Über den Zustand und Wert von Kleingewässer gibt es ein zu geringes Bewusstsein und ihr Schutz wird in der Praxis noch unzureichend umgesetzt. Diese Herausforderungen bestehen in allen angrenzenden Ländern des Bodensees und können nur gemeinsam gemeistert werden, denn Tiere und Pflanzen kennen keine Ländergrenzen.

Nach vier Jahren Laufzeit endete das Interreg Projekt Ende Mai. Der unten aufgeführte Video zeigt verschiedene Orte die im Verlauf des Projektes zu einzigartigen Lebensräumen gestaltet wurden.

Projektdokumentation
Leuchtendes Glühwürmchen StephaneVitzthum
29.05.2019 Artenschutz

Projekt zum Vorkommen des Kleinen Leuchtkäfers im Kanton Schaffhausen

Leuchtkäfer –Rangerinnen und –Ranger sowie –Sucher und -Sucherinnen gesucht.

Wie Sie vermutlich bereits vernommen haben leuchtet das Glühwürmchen als Tier des Jahres 2019 von Pro Natura.  In der Schweiz heimisch sind vier Leuchtkäferarten. Tier des Jahres ist offiziell der Grosse Leuchtkäfer (Lampyris noctiluca). Im Gegensatz zum Grossen Leuchtkäfer kommt der Kleine Leuchtkäfer (Lamprohiza splendidula)  in der Schweiz aber nicht flächendeckend vor. Von den inselartigen Vorkommen des Kleinen Leuchtkäfers (mit einem Durchmesser von 100 bis 300 Metern) sind einige im Kanton Schaffhausen gelegen. 

Pro Natura Schaffhausen nutzt diese lokale Besonderheit dazu, in einem Projekt mit dem langjährigen Glühwürmchen Experten Ingo Rieger das Vorkommen vom Kleinen Leuchtkäfer im Kanton zu erfassen. Zusammen mit einem Bericht aus dem Jahr 2008 (RIEGER und INEICHEN 2008: Das Kleine Glühwürmchen in Schaffhausen - Untersuchung zur Verbreitung des Kleinen Glühwürmchens Lamprohiza splendidula in Schaffhausen) soll die diesjährige Erfassung als Anhaltspunkt dienen, die Veränderung vom Vorkommen des Kleinen  Glühwürmchens innert der letzten zehn Jahre zu studieren. Bereits im Bericht RIEGER und INEICHEN 2008 wurden konkrete, lebensraumverbessernde Massnahmen vorgeschlagen. Daher kann mit dem erneuten Besuch der damals beschriebenen Verbreitungsinseln, unter anderem auch die Effektivität der einzelnen Massnahmen evaluiert werden (sofern sie denn auch umgesetzt wurden). Neben Pro Natura Schweiz und Pro Natura Schaffhausen wird das Projekt vom Planungs- und Naturschutzamt Schaffhausen finanziert, welches sich auch bereits an der Studie im Jahr 2008 beteiligte. 

Für das diesjährige Projekt, suchen wir für die Zeit vom 15. Juni  bis zum 15. Juli noch interessierte, welche nach vorgegebenem Einsatzplan im Kanton Schaffhausen an vorgegebenen Orten  zu vorgegebener Zeit nach Leuchtkäfer suchen.

Bei Interesse und für weitere Informationen zum genaueren Vorgehen wählen Sie bitte folgenden Link: http://www.adikom.ch/klk/beobachter_gesucht.htm

Die abendlichen Leuchtkäfer-Suchaktionen werden pro Abend mit  50.- CHF entschädigt. 

Bei Fragen können Sie sich an Pro Natura Schaffhausen oder direkt an den Projektleiter, Ingo Rieger (@email), wenden.

Weiterführende Informationen

Das ehemalige Lehmabbaugebiet mit dem Flurnamen "Mos" zwischen Bürglen und Opfershofen. (Bild: Andrea Stalder)
07.05.2019 Gewässer

Ehemaliges Lehmabbaugebiet zwischen Bürglen und Opfershofen wird zur Arche Noah für gefährdete Arten

Das Gebiet mit dem Flurnamen "Mos" wurde zum Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung erklärt. Tagblatt hat dazu einen spannenden Zeitungsartikel über das Gebiet verfasst.

Es ist von nationaler Bedeutung, dieses kleine Gebiet zwischen Bürglen und Opfershofen. Das ehemalige Lehmabbaugebiet ist heute ein Amphibienlaichgebiet und somit Geburtsstätte zahlreicher Tiere.

Ganzer Artikel lesen